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Eine Weihnachtsgeschichte

Der Januar neigt sich schon wieder dem Ende zu – doch es gibt Weihnachtsgeschichten, die das ganze Jahr über aktuell sind.

Was ich erzählen will, ist eher eine Origamigeschichte – oder eine Geschichte über Menschlichkeit.

*

Sie heisst Beatà, das zweite à dunkel und kehlig ausgesprochen, so wie es weder im Deutsch noch Schweizerdeutsch vorkommt. Beatà ist Ungarin, eine junge Frau, nur für ein paar Wochen in der Schweiz. Ihr Englisch ist mindestens so schlecht wie meins – mein Ungarisch scheitert schon an der Aussprache eines einfachen Namens.

Ich treffe Beatà an einem trüben Dezembertag, sie ist unsere Standnachbarin am Berner Sternenmarkt. Sie ist zu diesem Zeitpunkt schon zwei Wochen auf dem Markt, wir starten unsere eine Woche. Auffällig ist, dass sie meinen Gruss kaum erwidert und einfach sehr mürrisch ihren Stand verkaufsbereit macht.

Im Laufe des Tages, nachdem ich ihr Güetzi, Früchte und einen heissen Tee angeboten habe, wird ihr Ausdruck zunehmend freundlicher. Mit unseren paar Brocken Englisch, mit Händen und Füssen und Onlineübersetzung einiger Wörter Deutsch-Ungarisch und zurück entwickelt sich eine freundliche Unterhaltung. Ich verstehe, dass ihre morgendliche Ablehnung nichts mit mir zu tun hatte sondern damit, dass sie sich von unseren Vorgängern und den Standnachbarn auf ihrer anderen Seite übersehen und abgelehnt fühlt.

Im Laufe der Tage erfahren wir viel über sie, ihr Leben, ihre Arbeit an den Holzspielsachen, ihre Träume. Sie interessiert sich auch für uns, unsere Bücher, das Papier. Wir teilen unsere zVieris, wir tauschen unsere Gedanken aus.

Warum sie plötzlich vor unserem Stand steht und ein Lied trällert, das mir sehr bekannt vorkommt, weiss ich heute nicht mehr. Vielleicht sind es ihre Holztiere, die sie dazu inspiriert haben. Jedenfalls stimme ich ein, im Kanon: ‚Le coq est mort le coq est mort…..‘ Mein Mann darauf ebenfalls mit der deutschen Version, so dass es nun dreistimmig und dreisprachig tönt.

Die Situation ist so skurril, dass wir bald alle drei in grosses Gelächter ausbrechen – vielleicht schütteln ein paar Umstehende den Kopf, beachtet haben wir sie nicht.

‚Christmas…‘ meint Beatà. Ich sage darauf, dass dieses kleine Lied in Deutsch und Französisch nichts mit Weihnachten zu tun hat, sondern mit einem toten Hahn….

‚But it feels like christmas‘ meint sie nur strahlend darauf.

Wie am Märit üblich, sind solche Situationen spontan, klein und nur sehr am Rand. Alle machen sich darauf wieder seriös in ihren Verkaufsständen zu schaffen, beraten, verhandeln, verkaufen.

Später am Tag steht Beatà bei uns vor dem Stand, die Hände auf dem Rücken. ‚Wer von euch ist Origami?‘ Ich sage, dass ich die Sterne und Muscheln gefaltet habe. ‚Dann habe ich etwas für dich. Es ist mein erstes Origami, ich habe das im Internet gesehen.‘

Was sie mir dann in die Hände drückt, rührt mich sehr:

Ein Engel, gefaltet aus ihrem Packmaterial, montiert und fertig gemacht mit Packschnur und Polstermaterial.

Gegen Weihnachten habe ich von anderen lieben Menschen noch mehr Engel geschenkt bekommen, sorgfältig gefaltet oder gezeichnet. Jeder ein kleines Meisterwerk, vorallem aber jeder mit viel Herzenswärme gestaltet und verschenkt.

Wenn ich diese Engel heute betrachte, fühlt es sich an wie Weihnachten!

Auf wiederfalten schon bald

Christiane Grimm-Angelrath

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Advent

Schon naht in Riesenschritten der letzte Termin von ‚einfachfalten‘ im 2018. Und JA, es geht auch im nächsten Jahr weiter: Die Termine 2019 für Thun und Bern sind unter den entsprechenden Rubriken aufgeschaltet!

Ich kann mir vorstellen, dass am nächsten Freitag, so kurz vor Weihnachten, nochmals Sternenfalten angesagt ist.

Neben dem schlichten, hübschen ‚Chlousschächteli‘, das uns Ruth gezeigt hat, war der Renner vom Novembertreffpunkt der schöne Stern von Helmut Gembitzki. Dieser hat ja sowohl grossen Eifer und Begeisterungsstürme als auch Ratlosigkeit und Frustration ausgelöst.

Wer sich nochmal daran versuchen möchte ist gut beraten, sich vorgängig mit der Sechseckkonstruktion auseinanderzusetzen. Im Buch ’21 Sterne‘ von Carmen Sprung sind zwei gut verständliche Anleitungen auf den Seiten 40 und 41 publiziert.

Ansonsten weiss sicher auch Hr. Google einen Rat….

Ich meinerseits bin gespannt auf weitere Entdeckungen – Sterne gibts ja in unendlichen Varianten, sowohl aus Quadraten und Mehrecken wie auch modulare Modelle.

Bis bald und mit sterngefalteten Grüssen

Christiane Grimm-Angelrath

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Weiterfalten

Die Zeit verfliegt und wer sich sehr aufs weitere gemeinsame Falten gefreut hat, kommt diese Woche auf die Rechnung: am Donnerstag 11. Oktober in Thun oder Freitag 12. Oktober in Bern – Anmelden wie immer, Infos unter der entsprechenden Rubrik.

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Oft werde ich gefragt, wo es schönes Origamipapier zu kaufen gibt. Eine der Bezugsadressen ist jene von Hubert Freudenberger aus Allensbach am Bodensee. Er hat eine kleine Druckerei und eine riesige Auswahl an Mustern, gedruckt auf 80m2/gr Offsetpapier, was sich prima eignet für Schachteln oder einfachere Objekte mit nicht zu vielen Papierlagen. Einmal pro Jahr gibt es die Gelegenheit, seine ganze Musterpalette zu besichtigen und zu kaufen, dazu Workshops und eine Ausstellung von Gabi Vogt, die seit Jahren viele Objekte aus diesem Papier faltet und unterdessen auch eine eigene kleine Kollektion hat.

Am Sonntag, 4. November ist es wieder so weit, die Ausschreibung findet ihr unter ‚Links und Events‘.

Wer mit ein paar anderen Origamistinnen ab Bern reisen möchte, nimmt den Zug um 8.02 Richtung Romanshorn mit Umsteigen in Weinfelden nach Konstanz, von dort fährt eine Regionalbahn bis Allensbach.

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Eine weitere Information in eigener Sache will ich euch noch weitergeben: In Nidau gibt es ein wunderschönes Geschäft mit den unterschiedlichsten Handwerksprodukten im Angebot. Angegliedert an den Verkaufsraum gibt es zwei weitere Räume, die für Ausstellungen, Werkplätze oder Workshops genutzt werden. Ich wurde nun angefragt, dort Origamiworkshops anzubieten. Die ersten zwei finden am 7. November statt, weitere sind für Anfang nächstes Jahr vorbesprochen.

Themen, Zeit und die weiteren Infos findet ihr unter ‚Workshops‘.

Ich freue mich auf weitere Begegnungen mit euch da oder dort und auf jede gemeinsame Falte!

Christiane Grimm-Angelrath

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Ein Ende ist abzusehen….

….das Ende der Sommerpause in Bern! Während sich die Thunergruppe noch mit privaten Sonderprogrammen fit hält, starten wir in Bern in die Herbstsaison – auch mit einem fröhlichen Blick zurück:Mir hat unsere Sommerfalterei auf der grossen Schanze sehr Spass gemacht: Hübsches, Kleines, Traditionelles, Aufwendiges – ganz unterschiedliche Faltereien standen zum Schluss auf dem Tisch und auch der Austausch über Papieriges und anderes kam nicht zu kurz!Nun gehts im gewohnten Rahmen weiter: am nächsten Freitag, 14. September 2018 falten wir wiederum ab 18.30 Uhr bei Haupt, diesmal ist – auch wie gewohnt – wiederum eine Anmeldung erforderlich.Ich freue mich auf euch alle!Christiane Grimm-Angelrath

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Sommerprogramm

Obwohl ich mir ein Leben in Falten durchaus vorstellen könnte, gibt es für mich momentan viel anderes zu denken und zu tun. Mit den neu aufgeschalteten Daten ist jetzt zumindest schon mal ein Ende der ‚einfach falten‘-Sommerpause in Sicht.

Wer jetzt enttäuscht ist, dass das nächste reguläre Datum erst der 14. September ist, lässt sich vielleicht von der kleinen Sommerprogramm-Idee begeistern: am Freitag, 10. August ab 18.30 Uhr werden ein paar Frauen im Restaurant auf der grossen Schanze faltend anzutreffen sein. Freitag ist dort im Sommer bei schönem Wetter Grillplausch, was wohl viele Leute anziehen wird. Ich stelle mir vor, dass es dann aber drinnen an einem langen Tisch Platz geben wird für uns. In der Öffentlichkeit zu falten ist anders, als im Atelier und ich bin sehr gespannt darauf, ob sich spontan irgendwer zu uns setzt und mitfaltet. Da wir nicht mehr brauchen als ein Päckli Papier in der Handtasche und eine Idee im Kopf, sind wir doch überall faltbereit 🙂 Anmeldung braucht es diesmal keine, kommt vorbei für eine halbe Stunde oder zwei und lasst euch überraschen, was wird. Die Kosten belaufen sich auf das, was wir dort konsumieren.

 

Mit vielfältiger Vorfreude

Christiane Grimm-Angelrath

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Elefantennachwuchs

Ist dieses Modell schwierig? Ja, ich finde schon – im Anfang zumindest.

Da erinnere ich mich gern an einen Workshop mit einem renommierten Falter: Ich und wohl auch einige andere irgendwo an der Grenze zwischen Herausforderung und aufgeben. Irgendwie schafft man es, obwohl man nicht genau weiss wie…

Dann der weise Tipp vom Profi: Wenn du ein Modell wirklich können willst, falte es, bis es einfach wird. Immer wieder.

So gesehen ist diese Elefantenparade genau das Richtige, um von schwierig zu einfach zu gelangen! Elefantenbabys, gefaltet inszeniert und fotografiert von Catherine.

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