Einfachfalten und Corona

Liebe Tag- und Nachtfalterinnen

Der Bundesrat hat heute über die verschärften Einschränkungen informiert. Schweren Herzens muss ich eingestehen, dass wir den geforderten Abstand im Raum nicht einhalten können.
Ich habe mich sehr gefreut darüber, dass wir unsere Falten im Sommer und Herbst doch noch gemeinsam legen konnten und dass sich – so weit mir bekannt ist – auch niemand angesteckt hat.
So bleibt uns nichts anderes, als daheim weiterzufalten und uns vielleicht ganz vorsichtig in allerkleinsten Grüppli mit allen geltenden Sicherheitsmassnahmen zu treffen.

So habe ich vorläufig die Termine von November und Dezember gestrichen und hoffe, dass wir uns irgendwann im nächsten Jahr wieder im gewohnten Rahmen treffen können.

Bis dann, vielfältige Grüsse
Christiane

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Ja, es geht weiter!

Die Faltereien im Juni in zwei kleinen Grüppli waren zwar anders als sonst, aber auch wunderbar und motivierend! Mich hat es sehr dankbar gemacht zu erleben, wie flexibel und anpassungsfähig unsere Gruppe ist.

Es ist keine Option, weiterhin in zwei Gruppen zu falten und somit wird es uns nicht möglich sein, die notwendige Distanz einzuhalten. Allmählich gewöhnen wir uns alle daran, eine Schutzmaske dabei zu haben und sie auch zu tragen. Somit wird es unserem Zusammensein keinen Abbruch tun, wenn wir das auch faltenderweise tun.

Das heisst also: einfachfalten findet wie vorgesehen am 14. August statt, wir tragen Schutzmasken und bringen für die individuelle Pause je unsere Verpflegung selber mit. Anmeldung wie gewohnt bis am Donnerstag, wer auf der Liste der fix Angemeldeten steht meldet sich bei Verhinderung ab.

Ich freue mich sehr, euch alle wieder zu sehen und bin gespannt auf eure Papierentdeckungen der letzten Wochen.

Der ‚Rahmendeckel‘ nach einer Idee von Pasquale d‘Auria hat grossen Anklang gefunden, diese schönen Exemplare mit den wundervollen Inlays hat Martina M. gefaltet:

Übrigens ist ihr vermisstes Buch wieder aufgetaucht!

Auf wiederfalten ganz bald!

Christiane

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Es geht weiter

Liebe Falterinnen,

Das Warten hat ein Ende!

Nach etlichen Überlegungen und einigem Hin und Her zeigt sich nun eine Möglichkeit zum gemeinsamen Weiterfalten.

Wer regelmässig oder auch ab und zu bei Haupt mitfaltet weiss es: Im schönen Kursraum ist es bei einer Gruppengrösse von meistens um die zwanzig Personen nicht möglich, die momentan noch geforderten Abstände einzuhalten. Grosszügigerweise haben wir nun die Gelegenheit, den Raum an zwei Freitagabenden für uns zu reservieren, am 12. und auch am 19. Juni ab 18.30 Uhr.

Für uns heisst das:

– wir falten jeweils in einer kleinen Gruppe, die sich um den grossen Tisch in angemessenem Abstand verteilen kann

– alle (auch die dauerangemeldeten) melden sich mit dem Wunschdatum an

– wir verzichten auf den Austausch von Geschenken

– jede Falterin bringt nur ihr eigenes Häppchen und/oder Getränk mit, so dass wir das Pausengewusel vermeiden können

– wir verzichten auf die Garderobe und hängen unsere Jacken über die eigene Stuhllehne

– alle bringen ihr eigenes Papier mit

– das mit dem (nicht) Händeschütteln und Begrüssungsküssen und dem ‚bei Unwohlsein zu Hause bleiben‘ haben wir unterdessen alle intus

Es wird ungewohnt sein wie so manches im Alltag – aber ich freue mich ganz unglaublich darauf, euch zu sehen!

Auf bald!

Christiane

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Weiterfalten

Liebe Falterinnen

Bald rückt der Mai-Termin näher, wo wir uns wiederum nicht treffen werden zum Falten. Gestern habe ich den zu erwartenden Bescheid erhalten, dass auch der ‚Schachteln und Schalen’ Workshop bei Wyss abgesagt wird, der für den 16. Mai geplant war.

Natürlich reut mich beides, auch die anderen abgesagten Kurstermine, auf die ich mich vorbereitet hatte. Es ist ja nicht so, dass man die Vorbereitungen in einem Ordner ablegen kann und irgendwann später mit diesem unter dem Arm als Kursleiterin vor eine Gruppe stehen.

Ich brauche dann jeweils wieder eine Aufwärmphase, ein mich Hineindenken in das Modell, das ich für den jeweiligen Workshop vorbereitet hatte, ein Ausprobieren, wie ich die kniffligen Stellen verständlich vermitteln kann. Die aktuellen Workshopprogramme sind für mich so überzeugend, dass ich sie gern für später aufbewahre und mir zu gegebener Zeit die Modelle nochmals genau anschauen werde.

Während meinen Vorbereitungen bin ich wiederum auf ein Modell von Pasquale d‘Auria gestossen. Ihm bei seinen Faltereien zuzusehen und seine Erklärungen zu hören – ich spreche und verstehe zwar kaum ein Wort Italienisch – vermittelt mir immer wieder das typische Origamigefühl: die Freude darüber, dass sich da jemand die Zeit nimmt, mir Schritt für Schritt etwas zu erklären und selber soweit zu kommen, dass ich entgegen meiner Vermutungen plötzlich ein Modell verstehen und weiterentwickeln kann.

So ergangen ist es mir bei seiner Fotorahmen-Schachtel, deren Diagramm Pasquale auch auf seiner Internetseite veröffentlicht hat:

origamidauria.it, gleicher Name auf Instagram

Dieser Fotorahmen gefällt mir, weil er aus einem einzigen Blatt ist, weil das Rähmli ums Bild schön schmal ist und weil damit auch eine Technik sichtbar und verständlich wird, die bei verschiedenen Tessellations zur Anwendung kommt.

Was ich bei einer Schachtelfaltung nicht so mag ist, wenn – wie bei Schritt 17 und 25 – am Schluss der Rand einfach so eingestülpt wird. Von aussen sieht das zwar dann fertig aus, von innen löst sich aber doch meistens die eine oder andere Seite.

Das hat mir nun keine Ruhe gelassen und ich habe eine befriedigende Lösung gefunden, wo sich die Lagen auf der Innenseite in der Mitte treffen und sich sogar schön arretieren lassen.

Vorerst dazu nur so viel: man muss mit den Diagonalen beginnen, damit sich am Schluss alle Ecken in der Mitte treffen.

Ich bin gespannt auf eure Varianten – meine ist bestimmt nicht die einzige!

Liebe Grüsse

Christiane Grimm-Angelrath

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Karfreitag 2020

Es wäre keine weltweite Pandemie von Nöten, um den Karfreitag daheim auf der Terrasse zu verbringen. Ostereier färben gehört für mich zwingend dazu, sie dann schön arrangiert zu verteilen bei Nachbarn oder Freundinnen auch.

Wenn ich jetzt in der Sonne sitze, die Farbschachtel und ein paar Blatt Papier dabei, scheint mein Glücksgefühl in Anbetracht der Weltlage irgendwie unangebracht, für mein kleines Leben aber überwältigend real. Ich geniesse die Ruhe, die an einem solch langen, für die meisten freien Wochenende in unserer touristischen Gegend an einem Frühlingssonnentag sonst nicht mehr zu erleben ist. Ich geniesse es, dass auf dem See nur wenige kleine Schiffe fahren, dass die aussichtsreiche Strasse vor allem von Radfahrern bevölkert wird und dass kaum Güterzüge vorbei rattern.

Es braucht keine weltweite Krise, um sich auf sich selbst zu besinnen, zu tun, was gut tut und Freude macht und das Lebenstempo etwas zu drosseln. Wenn sie jetzt da ist, will ich auch die Seiten sehen, die sich positiv auswirken können.

Meinen Karfreitag Nachmittag teile ich mit Euch mit einem Bild:

‚Gallinella‘ von Pasquale d‘Auria

In den letzten Wochen haben sich weltweit unwahrscheinlich viele Kreative ins Zeug gelegt und ihre Aktivitäten geteilt. Pasquale d‘Auria hat auf Instagram fast jeden Tag ein Filmli mit einer Origamianleitug geteilt. Zum Teil hat er auch die Diagramme dazu frei zugänglich gemacht. Das Hühnchen ist ein wandelbares Modell, das auch Platz hat für ein kleines Ei.

Empfehlen würde ich ein Papier, das etwas stabiler ist als das weiche von Freudenberger – vielleicht ein dickeres Packpapier o.ä. Mein Modell verliert beim Öffnen und Schliessen etwas die Form.

Ich wünsche euch konzentrierte Faltstunden, Geduld, Frieden und

Gesegnete Ostern

Christiane Grimm-Angelrath

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Nicht nur Papier

Wer in Bern schon mit uns gefaltet hat, weiss es: Neben dem konzentrierten Falten sind auch unsere lockeren Pausen ein ganz wesentlicher Teil von dem, worauf sich alle freuen. Da hat es Platz für Belangloses, Wichtiges, Persönliches, Trauriges, Lustiges und auch für den Genuss all der feinen Sachen, die mitgebracht werden. Ganz sicher wäre es ein Bild wert – nur habe ich noch nie eins gemacht von den schön und oft origamimässig drapierten Köstlichkeiten.

Was ich aber hier weitergeben darf ist das Rezept von Silvia, das sie uns für den letzten Faltabend gebacken hat:

Ein Origamianliegen habe ich noch: Im letzten Jahr hat Dáša Ševerová ein Buch mit dem Titel ‚Origami Journey‘ veröffentlicht. Es beinhaltet viele hübsche, kleine Modelle mit zum Teil überraschenden Faltsequenzen. Die Anleitungen sind gut verständlich auch dort, wo die Modelle etwas aufwendiger sind.

Am Januartreffen ist ein Exemplar davon liegengeblieben und könnte vielleicht irgendwo zwischen einem Papierstapel den Weg in eine fremde Origamitasche gefunden haben. Falls das Buch irgendwo auftaucht, wäre Martina sehr froh um eine Rückgabe ihres Lieblingsbuches. Gern dürft ihr euch auch bei mir melden, ich würde dann den Kontakt vermitteln.

Das Buch ist knapp A4 gross, hat ein Softcover und sieht so aus:

Aus gegebenem Anlass wird unsere April-Falterei ausfallen. Uns Origamistinnen kommt in dieser Situation zu Gute, dass wir eher Origamipapier als WC-Papier hamstern und somit sicher gerüstet sind für gemütliche Origamistunden im privaten Rahmen. So bin ich gespannt, was in dieser Zeit entsteht, bis wir uns wieder im gewohnten Rahmen treffen können.

Bleibt nach Möglichkeit gesund und fröhlich

Christiane

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Corona und wir

Liebe Falterinnen

Ich werde gefragt, ob einfachfalten am nächsten Freitag stattfindet.

So wie ich es privat halte, möchte ich es auch als Koordinatorin von einfachfalten tun: die Situation ernst nehmen, mich aber nicht von der Angst leiten lassen.

Konkret heisst das: Unsere Falterei findet statt. Ich bitte alle, sich an die Vorsichtsmassnahmen zu halten, bei Unwohlsein daheim zu bleiben und die Hygienemassnahmen wie gewohnt einzuhalten.

Für mich ist Falten auch ein wesentlicher Teil meiner Psychohygiene. Ich gehe davon aus, dass ich mit einer entspannten Seele, die sich nicht von der Angst leiten lässt, einer Aktivität, die mich freut und den sozialen Kontakten, die mich aufbauen einen wesentlichen Beitrag leiste zu meinem stabilen Immunsystem.

In dem Sinn freue ich mich auf alle, die dabei sein können und bitte euch, euch bis am Donnerstag an- bzw. abzumelden.

Vielfältige Grüsse

Christiane

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Hinter den Kulissen

Es ist ruhig hier – deshalb möchte ich euch einen kurzen Einblick geben in mein aktuelles Schaffen:

Auf dem ballenberg.ch gibt es immer sehr viele Kursangebote in den unterschiedlichsten Techniken. Im letzten Jahr war der Start einer neuen Auflage vom Papier-Bildungsgang. Neun Personen vertiefen sich während fünf Wochen, verteilt über drei Jahre, in die Materie Papier. Ich darf das zweite Modul übernehmen, Beginn am 27. April 2020. Das Thema der Woche dreht sich rund um die Flächengestaltung von Papier und dessen Eigendynamik. Es wird nicht ein klassischer Origamiworkshop sein, ich werde jedoch viel auf Origamitechniken zurückgreifen.

Wer auf Instagram unterwegs ist, findet Bilder zu meinen Vorbereitungen unter @bildungsgangpapier

Im Folgenden ein kleiner Einblick:

Ich freue mich sehr auf diese Woche, vorher falten wir aber noch zusammen in Bern, nächster Termin am Freitag, 13. März 2020!

Vielfältige Grüsse, Christiane

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Neues Jahr, neue Falten!

Ich gebe es zu, unumwunden und etwas zerknirscht: ich habe euch lange warten lassen auf Neues!

Dabei ist es nicht so, dass es nichts gegeben hätte, was einen Beitrag wert gewesen wäre – wahrscheinlich gab es sogar etwas zu viel davon, so dass mir die Zeit irgendwie viel zu schnell verrann.

Wer hier ab und zu gestöbert hat war wohl etwas verunsichert, ob ‚einfachfalten‘ überhaupt weitergeht, da die Termine nirgends ersichtlich sind. In dieser Hinsicht kann ich Entwarnung geben: die Thuner-Termine habe ich fürs ganze Jahr soeben veröffentlicht, jene von Bern habe ich einfach viel zu spät angefragt, so dass der Januartermin von nächster Woche, 10.1. zwar schon bestätigt ist, die restlichen erst in der Vernehmlassung….

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Von einem Event will ich noch erzählen: seit etlichen Jahren gibt es in Freiburg i.Br. jährlich eine Tagung zur Didaktik des Papierfaltens. Nach Möglichkeit nehme ich jeweils daran teil, manchmal nur als Teilnehmerin, oft auch mit einem eigenen Thema. Für mich ist es immer eine wunderbare Gelegenheit mitzubekommen, was andere in diesem Bereich tun, da die Teilnehmenden nicht selten aus der ‚ganzen‘ Welt angereist kommen.

2019 war das Thema ‚Faltfest‘, was manchen ein Stirnrunzeln entlockte, weil sich die wenigsten allzuviel darunter vorstellen konnten.

Was dann heraus kam, war allerdings kaum zu übertreffen: wenn etliche Dutzend angefressene Falterinnen und Falter ihre Ideen und Erfahrungen in die Vorbereitung eines Festes investieren, wird es im wahrsten Sinn des Wortes ausgesprochen vielfältig.

Natürlich wusste niemand, ob wir unser Fest nur für uns selber vorbereiteten oder ob sich einige Menschen vom dichtbesiedelten Freiburger-Aussenquartier von der Einladung würden ansprechen lassen.

So waren die Vorbereitungen lustig, turbulent und ziemlich chaotisch – das Fest selber fröhlich und mit überraschend vielen Gästen aus der Umgebung.

Beim Eingang falteten die Gäste einen Teilnahmepass und eine Kopfbedeckung, der Festsaal selber war mit sehr vielen verschiedenen Stationen eingerichtet, so dass alle nach Lust und Laune losfalten konnten: Tischspiele, Knobelspiele, Selbstportraits, Spielpuppen, Verkleidungen, Flugobjekte….. Jede halbe Stunde gab es einen gemeinschaftlichen Anlass wie ein Riesenschiff falten, eine Modeschau oder ein Spektakel ähnlich einer Piñata oder einem Genfer-Escalade-Suppentopf – und das alles aus Papier gefaltet!

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Nächste Woche werden wir jedoch erstmal wieder im etwas kleineren Rahmen falten: ich freue mich, wenn ihr euch für ‚einfachfalten‘ am nächsten Freitag, 10. Januar bei Haupt wie gewohnt bei mir anmeldet!

Bis dahin meine besten Grüsse für ein vielfältiges 2020

Christiane Grimm-Angelrath

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Origami überall!

Das ‚Fête des vignerons‘ in Vevey scheint kein typisches Origamithema zu sein. Wie staunte ich und freute ich mich, als in dieser unglaublich grossen, eindrücklichen Arena mit diesen unzähligen bunten Kostümen das Bild vom See mit einem Origamischiff dargestellt wurde!

Julie ganz entspannt im Origamischiff!

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Aber: wir wollen ja auch bald weiterfalten:

Am nächsten Freitag, 9. August ’19 treffen wir uns endlich wieder in Bern!

Wir dürfen trotz Bücherverpackerei wie gewohnt ab 18.30 Uhr den Raum bei Haupt nutzen. Als kleines Sommerprogramm schlage ich vor, dass – wer Zeit und Lust hat – sich ab ~17Uhr auf der grossen Schanze zu einem Getränk oder Eis oder sonstwas trifft. (Direkt oben am Bahnhoflift)

Bitte meldet euch wie gewohnt an – wer nur auf der grossen Schanze dabei sein möchte, braucht sich nicht anzumelden.

Ich freue mich sehr auf die nächsten Falten und grüsse euch lieb

Christiane Grimm-Angelrath

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