Sommerprogramm

Obwohl ich mir ein Leben in Falten durchaus vorstellen könnte, gibt es für mich momentan viel anderes zu denken und zu tun. Mit den neu aufgeschalteten Daten ist jetzt zumindest schon mal ein Ende der ‚einfach falten‘-Sommerpause in Sicht.

Wer jetzt enttäuscht ist, dass das nächste reguläre Datum erst der 14. September ist, lässt sich vielleicht von der kleinen Sommerprogramm-Idee begeistern: am Freitag, 10. August ab 18.30 Uhr werden ein paar Frauen im Restaurant auf der grossen Schanze faltend anzutreffen sein. Freitag ist dort im Sommer bei schönem Wetter Grillplausch, was wohl viele Leute anziehen wird. Ich stelle mir vor, dass es dann aber drinnen an einem langen Tisch Platz geben wird für uns. In der Öffentlichkeit zu falten ist anders, als im Atelier und ich bin sehr gespannt darauf, ob sich spontan irgendwer zu uns setzt und mitfaltet. Da wir nicht mehr brauchen als ein Päckli Papier in der Handtasche und eine Idee im Kopf, sind wir doch überall faltbereit 🙂 Anmeldung braucht es diesmal keine, kommt vorbei für eine halbe Stunde oder zwei und lasst euch überraschen, was wird. Die Kosten belaufen sich auf das, was wir dort konsumieren.

 

Mit vielfältiger Vorfreude

Christiane Grimm-Angelrath

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Elefantennachwuchs

Ist dieses Modell schwierig? Ja, ich finde schon – im Anfang zumindest.

Da erinnere ich mich gern an einen Workshop mit einem renommierten Falter: Ich und wohl auch einige andere irgendwo an der Grenze zwischen Herausforderung und aufgeben. Irgendwie schafft man es, obwohl man nicht genau weiss wie…

Dann der weise Tipp vom Profi: Wenn du ein Modell wirklich können willst, falte es, bis es einfach wird. Immer wieder.

So gesehen ist diese Elefantenparade genau das Richtige, um von schwierig zu einfach zu gelangen! Elefantenbabys, gefaltet inszeniert und fotografiert von Catherine.

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Begeisterung!

Es ist manchmal nicht so einfach über etwas zu schreiben, was ich nur vom Hörensagen weiss. So geht es mir mit den Treffen in Thun: Ich höre von hie und da wie die Treffen ablaufen, wer dabei war, was gefaltet wurde, wie friedlich-kreativ die Stimmung war. Und ich freue mich immer wieder, wieviel Zufriedenheit und Motivation von diesen Treffen ausgeht.

Was nun aber nach dem letzten Thunertreffen meine Begeisterung geweckt hat ist das Foto eines Objektes, das wohl mit ebenso viel Begeisterung von den Frauen gefaltet wurde:

Dieses hübsche Elefäntli ist ein Modell von Fumiaki Kawahata. Hier gefaltet am Thuner-Treffen, so schön in Szene gesetzt und fotografiert von Margrit Bertschi.

Leyla Torres schreibt auf ihrem Blog so sinngemäss dazu: ‚Wer noch keine Falterfahrung hat, soll besser mit etwas einfacherem anfangen…‘ Ein Modell für sich selber zu lernen ist schon eine Anforderung. Dieses dann einer ganzen Gruppe weiterzugeben erfordert ziemlich exakte Kenntnis der einzelnen Schritte und des Ablaufes. Hut ab! So gehe ich davon aus, dass irgendwo ganze Elefantenherden eine Thunerstube bevölkern 😉

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Auch ich selber habe in den letzten Tagen viel Papier gefaltet: die internationale Tagung, die Origami-Deutschland als Jahrestreffen veranstaltet, fand dieses Jahr in Berlin statt – für mich immer ein Jahres-Höhepunkt! Von den Ehrengästen, meinen Falterfahrungen und -frustrationen, meiner Begeisterung und den Erfolgserlebnissen erzähle ich demnächst hier.

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In Thun wird am 5. Juli weitergefaltet, in Bern noch in der laufenden Woche, am 18. Mai.

Bis dann oder sonst irgendwann

Christiane Grimm-Angelrath

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Falten im Frühling

Schon sind wir wieder in der Woche von ‚einfachfalten‘ in Bern, ich freue mich darauf!

Wer mehr Falten möchte, darf sich auf der Seite ‚Workshops‘ die vier neu ausgeschriebenen Themen ansehen. Ich biete die Workshops in Schafis an, die Platzzahl ist begrenzt.

Ich freue mich über eure Anmeldungen bis Donnerstag für ‚einfachfalten‘ oder für die Workshops in Schafis.

Auf wiederfalten und herzlich

Christiane

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Fröhliche,

gesegnete Ostern euch allen!

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Winterspass

Ich falte immer. Und überall.

Trotzdem scheint es mir, als hätte Origami grad jetzt Hochsaison: Da war ja kürzlich dieser kleine Workshop an einer Frauengeburtstagsparty, gestern Lehrerfortbildung mit vielen einfachen Spielfiguren und momentan auf dem Tisch die Vorbereitung für den zweiteiligen Volkshochschulkurs in Kerzers.

Deshalb mein Fazit: Winterzeit ist Origamizeit!

Da passt der Braunbär wunderbar, den ich vor einigen Jahren im Jura angetroffen habe. (Modell Edwin Corrie)

Und nicht vergessen: weiterfalten in Thun am nächsten Donnerstag, 1. März oder in Bern am Freitag, 9. März 2018.

Christiane Grimm-Angelrath

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Ein offener Brief

Liebe Falterinnen

Wie so oft bin ich vom letzten Treffen mit tiefer Dankbarkeit nach Hause gefahren.

Im Austausch mit einer Freundin bin ich dieser Zufriedenheit nachgegangen.

Wir alle in dieser lockeren Gruppe sind vom Leben schon etwas verbeult und mitgenommen. Scheitern oder sich minderwertig und begriffsstutzig vorzukommen ist ein lähmendes Gefühl, das alle schon in irgend einer Form am eigenen Leib erfahren haben; das Hadern mit der eigenen Geschichte und das Grübeln im Hinterkopf oder anderswo, was der eigene Beitrag an der Unzufriedenheit ist; der eigene Stolz, der nicht zulässt, sich das Scheitern oder Unvemögen einzugestehen – geschweige denn, Hilfe anzunehmen. Auf der anderen Seite hats auch das Helfen in sich: dränge ich mich auf, habe ich das Problem richtig erkannt, will ich mich darauf einlassen?

Mit ‚einfachfalten’ schaffen wir uns einen Raum, wo die grossen Emotionen dieser Lebenserfahrungen unwichtig sind – und gleichzeitig erleben wir die gleichen Emotionen, nur diesmal in überschauberem Ausmass, handlich sozusagen und überwindbar.

Anfangs mag es schwierig erscheinen, nicht so ‚gut‘ zu sein wie andere. Aber sehr bald überwiegt die Neugierde, der Spieltrieb und die Lust am Schaffen. Jedes Erfolgserlebnis motiviert zu grösseren Herausforderungen und plötzlich wird es ganz leicht, über ein verfaltetes, zerknülltes Papier zu lachen und neu anzufangen.

Sichtbar zufrieden lehnen sich jeweils auch jene zurück, die weitergeholfen haben, die erkannt haben, wo der Knoten sitzt und helfen konnten, diesen zu lösen. Alle wissen: mal sitzt man auf der einen Seite, mal auf der anderen.

Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole, hier ein paar Worte aus einem Gedicht von Rose Ausländer:

….Papier ist…

ein Weg zu den Menschen….

Grossen Dank euch allen! Ohne euch würde diese Erfahrung nie zu dem, was sie für mich ist.

Herzlich und vielfältig

Christiane

‚Hortensie‘ von Carmen Sprung, gezeigt von Margrit B., gefaltet von mir

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